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Wie sichert man sich in der Schweiz für die Risiken Tod, Invalidität und Alter ab?

In der Schweiz ist das Sozialversicherungssystem sehr komplex. Wenn Sie in der Schweiz arbeiten, so werden Sie bestimmt vom sogenannten 3-Säulen-Konzept hören. Was bedeutet das genau?

Das Vorsorgesystem basiert auf dem Dreisäulenprinzip.

Erste Säule: AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung)
Die erste Säule ist die AHV. Hierbei handelt es sich um die staatliche Vorsorge Ziel der AHV ist, bei Ausfall des Verdienstes infolge Alter, Invalidität oder Tod, die Existenz nahezu der gesamten in der Schweiz lebenden Bevölkerung zu sichern. Personen mit Wohnsitz oder Erwerbstätigkeit in der Schweiz sind obligatorisch versichert. Männer erhalten ab Alter 65 und Frauen ab 64 eine Altersrente. Im Todesfall richtet die AHV eine Witwenrente aus. Eine Waisenrente wird fällig wenn ein Elternteil stirbt und die Kinder das 18. (in Ausbildung das 25.) Altersjahr noch nicht erreicht haben. Bei Invalidität bezahlt die IV eine Invalidenrente.

Zweite Säule: BVG / UVG (Berufliche Vorsorge)
Ziel der beruflichen Vorsorge ist die Sicherstellung der gewohnten Lebenshaltung des Arbeitnehmers und seiner Hinterbliebenen durch Ausrichtung von Leistungen im Alter, bei Tod oder Invalidität. Das BVG trat 1985 das UVG 1984 in Kraft.

Im BVG – häufig auch „Pensionskasse“ genannt - sind Arbeitnehmer obligatorisch versichert, welche jährlich über 21.060 CHF verdienen. Der maximale BVG-Lohn beträgt CHF 84.240. Vom Jahreslohn wird der sogennannte Koordinationsabzug abgezogen, dieser beträgt CHF 24.570.

Rechenbeispiel:
Bruttolohn 60.000 CHF
- Koordinationsabtzug 24.570 CHF
= Versicherter Verdienst 35.430 CHF

Die Abkürzung UVG steht für Unfallversicherungsgesetz. Für alle Arbeitnehmer umfasst die obligatorische Versicherungsdeckung Berufsunfälle, Berufskrankheiten und Nichtbetriebsunfälle. Teilzeit-Angestellte mit weniger als 8 Stunden Arbeitszeit pro Woche bei gleichem Arbeitgeber sind nur bei Betriebsunfällen versichert. Es besteht kein Versicherungsschutz bei Nichtbetriebsunfällen.

Dritte Säule: Private Vorsorge
Bei der privaten Vorsorge wird zwischen 2 Arten unterschieden. Man spricht von der Säule 3A und der Säule 3B. Die erste und die zweite Säule sollen den „gewohnten“ Lebensstandard in angemessener Weise garantieren. Ab einem gewissen Lohnniveau besteht jedoch kein Versicherungsschutz mehr. Mit der dritten Säule können allfällig Lücken mittels der gebundenen Vorsorge 3A oder der freien Säule 3B gedeckt werden.

Bei der ersten Säule spricht man vom Umlageverfahren (Erwerbstätige finanzieren die Rentner). Bei der zweiten und dritten Säule handelt es sich um ein Kapitaldeckungsverfahren (Persönliches Konto) Wie Sie erkennen ist das System sehr komplex. Die Leistungen der 3 Säulen hängen eng miteinander zusammen. Ebenfalls müssen bei der Analyse der Leistungen Sozialversicherungsabkommen berücksichtigt werden.

Um Überraschungen zu vermeiden und Chancen zu nutzen empfehlen wir Ihnen eine detaillierte Analyse. Wollen Sie mehr wissen? Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf.










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